„Wii geht das“?

Die ältere Generation entdeckt die Spielekonsole „Wii“

Gemäß dem Sprichwort „Wozu in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah“ kam der Kontakt zwischen dem Aachener Software-Unternehmen applord gmbh (Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.applord.de) und dem Lourdesheim zustande. Kaum drei Straßenzüge entfernt, war das Unternehmen bereit, das Lourdesheim, wie bereits mehrere Senioreneinrichtungen im Raum Aachen, unentgeltlich mit der Spielekonsole „Wii“ auszustatten. Am 04.02.2010 fand die Übergabe im Lourdesheim statt. Die beiden Applord-Mitarbeiter Ernst Boßer und Thomas Metz installierten das Gerät an einem großen Bildschirm (einer Anschaffung unseres Fördervereins) und schon ging es los.

Zunächst demonstrierten sie spielerisch die Möglichkeiten des Sportprogramms wie Tennis, Golf, Bowling u.a., wobei den beiden seriösen Herren schon bald erste Symptome akuter Spielleidenschaft anzusehen waren. Diese war offenbar ansteckend, denn überraschend schnell ließen sich auch die anwesenden Hausbewohner in die Spieltechnik einweisen und beim Bowling die Kegel purzeln. Bei „Wii“ geht das überwiegend virtuell ohne schwere Kugeln, jedoch mit realitätsnahen Körperbewegungen. So ist auch Menschen im Rollstuhl oder mit motorischen Einschränkungen die Teilnahme leicht möglich. Neu ist es, sich an den Reaktionszusammenhang zwischen der zu bewegenden Fernbedienung in der Hand und dem Geschehen auf dem Bildschirm zu gewöhnen. Die ersten Erfolgserlebnisse der teilnehmenden Bewohner zeigten, welches wichtige Lern- und Spaßpotenzial auch jenseits des achzigsten Lebensjahres aktivierbar ist! –

„Wii“ hat die Aufnahmeprüfung ins Lourdesheim bestanden und wird nun als Gruppenangebot den regelmäßigen Veranstaltungen zugefügt. Vielleicht gelingt es ja, jugendliche Ehrenamtler zu gewinnen, die ein solches Angebot im Lourdesheim durchführen. „Wii“ wäre dann auch ein Generationen verbindendes Medium.


Übrigens – nachdem alle den Raum wieder verlassen hatten, genehmigten sich unser Hausleiter Herr Borgmann und die beiden Mitarbeiter des Sozialkulturellen Dienstes noch eine Wii-Übungsstunde, die selbstredend gemäß dem Qualitätsmanagement seriös als Schulung zu gelten hat ... .

 


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